Sommerlicher Hitzeschutz

Bild: www.sottimedia.com

Was bedeutet sommerlicher Hitzeschutz?

 

Sommerlicher Hitzeschutz ist eine Maßnahme, um die Aufheizung im Haus so weit zu reduzieren, dass sich für Sie als Bauherren auch im Hochsommer ein behagliches Raumklima einstellt. Unter Berücksichtigung einiger weniger Punkte werden Sie sich sowohl im Sommer als auch im Winter rumdum wohl fühlen in Ihrem Traumhaus.

 

Diese Faktoren sind ausschlaggebend für ein behagliches Raumklima:

 

Sonnenausgerichtete Fenster beschatten!

 

An Position 1 der Prioritätenliste steht eine ausreichende Beschattung der sonnenausgerichteten Fensterflächen (vornehmlich Süd- und Westseite). Den größten Erfolg dabei erzielt man mit außen angebrachten, drehbaren und hinterlüfteten Lamellen-Jalousien, Rollläden oder Markisen. Diese bewirken, dass die direkte Einstrahlung im Wesentlichen bereits außen reflektiert wird und die Wärme erst gar nicht nach innen gelangt. Durch nicht beschattete Fenster, die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, kann sich der Raum unter Umständen um mehr als 15°C aufheizen! Versäumnisse an diesen Stellen können auch durch die beste Bauteilkonstruktion nicht ausgeglichen werden.

Fachgerecht gedämmte Außenhülle

 

Genauso wichtig ist aber auch eine fachgerechte, luftdichte Dämmung. Dämmstoffe sorgen dafür, dass die Wärme im Winter nicht so schnell nach außen gelangt und die Hitze im Sommer nicht so schnell nach innen dringt. Die Außenhülle sollte während der Nachtkühle die aufgenommene, gespeicherte Tageshitze wieder abgeben. Der Wert der Wärmespeicherfähigkeit der Außenhülle sollte daher nicht übermäßig hoch sein.

 

Ergänzend hierzu können Sie den Infoflyer der Firma Isofloc zum Thema "Kühle Räume im Sommer" herunterladen:

Eine allgemein verständliche Erklärung dazu

Die Phasenverzögerung (PHV) gibt den Wert an, mit welcher Verzögerung die auf die Außenhülle einwirkende Sonnenstrahlung auf der Rauminnenseite ankommt. Dieser Wert sollte bei mindestens 10 - 12 Stunden liegen, damit die gespeicherte Tageshitze (ab 12:00 Uhr) durch die Nachtkühle (ab 24:00 Uhr oder später), z. B. durch Fensteröffnung wieder ausgeglichen werden kann. Die nächtliche oder frühmorgendliche Lüftung sollte mindestens zwei Stunden betragen.

Beispiel

Bei Außenhüllen mit geringer Phasenverzögerung (PHV = ca. 8 Stunden) liegt die Innentemperatur in den Hitzeperioden um maximal ca. 3° C höher als bei Außenhüllen mit sehr guten Werten (PHV = >12 Std.)

Resultat

Beim sommerlichen Hitzeschutz sind folgende Prioritäten zu setzen:

  • Ausreichende Beschattungsmöglichkeiten der sonnenseitigen Fenster
  • Außenhüllen mit einer Phasenverschiebung von >11 Stunden. Werte ab ca. 17 Stunden könnten sich negativ auswirken. Im ausgebauten Dachbereich wichtiger als im Wandbereich
  • Temperatur-Amplitudendämpfungswert der Außenhüllen >10

Sie sehen also wie komplex bereits dieses Thema ist.

Natürlich ist das nur ein kleiner Auszug aus den Faktoren, welche für ein behagliches Raumklima ausschlaggebend sind.

Raumklima optimieren heißt

Mit optimalem Kosten-/Nutzenverhältnis ein behagliches Raumklima zu schaffen, unter ganzheitlicher Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren wie

  • winterlicher Wärmeschutz mit Wärmebrückenoptimierung
  • sommerlicher Hitzeschutz
  • Feuchteschutz (Schlagregen von außen, Tauwasser von innen)
  • Feuchtedynamik, Feuchtespeicherung und -Ausgleich, Kapillarleitung & Diffusion
  • Heizung und Wärmeverteilung
  • Lüftung, Komfortlüftung, Luftdichtigkeit

Wenn Sie in jedem Bereich die Luxusklasse wählen, werden Ihre Finanzierungsmittel bald ausgeschöpft sein und es bleibt kein Geld mehr für andere wichtige Dinge.

 

Der Zimmerer verkauft Ihnen "den besten Holzbau", der Installateur "die beste Heizung", "die beste Sanitärausstattung" und "die beste Lüftung", der Schreiner "die besten Fenster" usw.

 

Wobei hier die Bezeichnung "beste" eher mit "teuerste" gleichzusetzen wäre, da es im Gesamtkonzept meist nicht zusammenpasst und oft übertrieben ist.

Zum Schluss haben Sie dann einen Mercedes mit 5 PS

Viel besser ist ein ausgewogenes Gesamtkonzept

Doch wo sollen Sie Abstriche machen und wo sollen Sie lieber etwas mehr ausgeben?

Vertrauen Sie uns, denn für Sie als Laie wäre dies genauso schwierig wie für uns, ein Auto zu bauen.

Verlassen Sie sich auf unsere 30-jährige Erfahrung zum Thema Baubiologie und ökologisches Bauen.

Von uns erhalten Sie immer ein ausgewogenes Gesamtkonzept, zugeschnitten auf Ihre Finanzierungsmöglichkeiten.

Übrigens: Unsere ökologischen und günstigen Standardkonstruktionen haben bereits folgende Mindestwerte:

  • Standard-Wand: Phasenverzögerung PHV ca. 14 Std.

 

  • Isofloc und Holzfaser: Temperatur-Amplitudendämpfungswert TAD ca. 46

 

  • Standard-Dach: Dach mit 20 cm Phasenverzögerung PHV ca. 13 Std.

 

  • Holzfaserdämmung: Temperatur-Amplitudendämpfungswert TAD ca. 25

 

Ergänzend hierzu können Sie hier eine ISOFLOC-Produktinformation zum Thema Cellulosedämmung oder Mineralfaserdämmung als sommerlichen Hitzeschutz herunterladen:

 

Miesbacher Holzhaus

Gambsweg 10

83624 Otterfing

Tel.: +49 (0)8024 99190

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